Der Jahreskalender für
den Schrebergarten

Ein chinesisches Sprichwort sagt: »Wer einen Garten pflegt, der schöpft ein Leben lang Freude.« Der Garten sollte durchaus eine Lebensaufgabe sein, da er uns doch tagein tagaus durch die stetig sichtbare Veränderung in der Natur direkt am Lebenszyklus teilhaben läßt. Im nicht enden wollenden Kreislauf der Jahreszeiten fordern die Pflanzen unseren ständigen Einsatz. Es gibt da zwar auch ein paar Monate im Jahr, wo wir nicht ganz so viel zu tun haben, aber ganz hört die Pflege der Stauden und Sträucher, Blumen, Zwiebeln, Hecken und Bäume und auch der leblosen Einrichtungen wie Gartenhaus, Wegen und Treppen nie auf. Der Garten lebt - selbst wenn er unter einer dichten Schneedecke zu schlafen scheint. Und wer genau hinsieht, der entdeckt ja auch im tiefen Winter Blüten und Knospen, aus denen schon recht bald neues Grün sprießen wird. Ich habe die folgenden Arbeitsanleitungen zwar nach Monaten gegliedert, dies ist aber bitte nur als grober Rahmen zu verstehen. Wer einen Garten hat, der weiss, das er zwar planen kann, das letztlich aber Wind und Wetter, Sonne und Regen bestimmen, was im Garten geschieht.

Gartenkalender

Gerade hier bei uns in Deutschland haben wir es doch mit ganz unterschiedlichen Klimalagen zu tun. So ist das Wetter in Schleswig-Holstein an der Nord- und Ostseeküste doch ganz anders, als zur gleichen Zeit in Lörrach oder Passau. (Seitenanfang)

Januar

Bei erheblichen Frösten ist die Abdeckung empfindlicher Gewächse zu überprüfen. Haben wir es mit erheblichen Schneefällen zu tun, sind auch die Äste der Gehölze von zu hohen Lasten zu befreien. Auch der vom Schnee zu Boden gedrückte Säulenwacholder kann sich von allein nicht wieder aufrichten. Die Hochstammrosen sind nach jedem Schneefall einmal sanft abzuschütteln.

Auf den Bodenflächen, die nicht vom Frost betroffen sind können jetzt schon Kompost, Mist, kali- und phosphorhaltige Mineraldünger und auch Düngetorf ausgebracht werden.

An den Obstbäumen können die Leimringe entfernt und in diesem Zusammenhang die Stämme auch gleich gekalkt werden. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihr Gartenwerkzeug einmal zu überprüfen und bei Bedarf entsprechend aus zu bessern.

Die im Überwinterungsraum befindlichen Knollengewächse und Zwiebelblumen sind durchzusehen und ggf. auszuputzen. Kontrollieren Sie Ihre Vorräte an Blumen- und Gemüsesamen und nehmen Sie eine Keimprobe vor. Notieren Sie sich, was demnächst aus den Gartenkatalogen zu bestellen ist.

Machen Sie sich jetzt Gedanken darüber, was in diesem Jahr verändert werden soll. Überprüfen Sie bitte auch das Vogelfutterhäuschen. Es empfiehlt sich, von diversen Gehölzen Zweige für die Vase zu schneiden. Birken beispielsweise entwickeln dann schon Blätter. (Seitenanfang)

Februar

Wie bereits im Vormonat muß auch jetzt der Garten regelmäßig inspiziert werden. Immergrüne Gehölze sollten einen Sonnenschutz erhalten. Ganz besonders die frisch gepflanzten Gewächse. Dazu spannen Sie am einfachsten Matten oder Tücher auf. Niedrige Immergrüne lassen sich dazu auch mit Fichtenreisig umstecken. Jetzt wäre auch die richtige Zeit, Obstbäume, Beerensträucher und Ziergehölze auszulichten. Die im Herbst eingesetzten Stauden so wie auch frisch gepflanzte Rosen sind zu begutachten; es könnte sein, das der Frost die Wurzelballen angehoben hat. Erde bitte rund herum wieder fest antreten.

Anfang Februar sind die Frostkeimer auszusäen. Hierzu gehören alle Hahnenfußgewächse wie auch Enziane.

An einem hellen Wohnzimmerfenster kann jetzt auch die erste Aussaat von Stohblumen erfolgen.

Liegt kein Schnee, sind die Gemüsebeete abzuteilen und aufzurauhen. Der Boden ist mit Volldünger zu versehen. Im Erdbeerbeet sind die neu gesetzten Pflanzen zu inspizieren. Liegt Ihr Garten in einer klimatisch milden Gegend, dann können Sie auf leichten und abgetrockneten Böden bereits erste Aussaaten von Spinat, Salat und Mohrrüben vornehmen. Frühe Zwiebeln sind Anfang des Monats auszusäen bzw. Ende des Monats zu stecken.

Der letzte Feldsalat ist im Verlauf des Monats vom Frühbeet zu ernten. Auf freie Stellen im Frühbeet kann jetzt bereits Blumenkohl, Weißkraut, Wirsing und Kohlrabi, ebenso Salat, Radieschen und Porree ausgesät werden.

An frostfreien Tagen empfiehlt es sich, den Rosen ihre Winterspritzung mit achtprozentiger Schwefelkalkbrühe zu verpassen. Ist diese aus welchem Grund auch immer nicht mehr erhältlich, so erkundigen Sie sich bitte bei einem Gärtner oder Fachhandel Ihres Vertrauens, welche Alternativen zu empfehlen sind. Die Gehölze sollen triefend satt eingesprüht werden, so daß die Brühe reichlich auf den Boden tropft und auch die in der Erde befindlichen, dort überwinternden Schädlinge gleich mit vernichtet. Blühende Stiefmütterchen kommen in die Balkonkästen. (Seitenanfang)

März

Jetzt kann es mit der Gartenarbeit wieder so richtig losgehen! Falls nicht schon im Februar geschehen, so ist an einem Regentag großzügig Volldünger zu streuen. Auf Baumscheiben, unter Buschgehölze, auf Staudenbeeten und natürlich im Gemüsegarten.

Auf gut vorgedüngten Beeten lassen sich jetzt unter einem Folientunnel oder auch auf Frühbeeten Jungpflanzen von Salat und frühen Gemüsen einsetzen. Folgesaaten von Radieschen und Rettichen sind vorzunehmen. Würzkräuter wie Kerbel, Petersilie, Dill und Schnittlauch etc. sind auszusäen.Rhabarber neu einsetzen oder aber verpflanzen.

Für Gärten und Pflanzschalen werden jetzt allendhalben Frühjahrsblüher angeboten. Stiefmütterchen, Priemeln, Tausendschönchen usw.

Unsere Rosen können in diesem Monat abgehäufelt und zugeschnitten werden. Die Triebaugen müssen dabei immer nach außen sehen! Danach sind sie mit einem speziellen Rosendünger entsprechend der Packungsbeilage zu versorgen. An einem warmen, aber sonnenlosen Tag kann jetzt auch der Winterschutz an unseren Hochstammrosen entfernt werden. Die niedergelegten Rosenbäumchen richten wir vorsichtig auf und binden sie ggf. an Pfählen fest. Die Spaliere werden auf Winterschäden überprüft und die Zweige der Kletterrosen werden geordnet und angebunden.

Den Winterschutz von den Stauden können wir entfernen wie auch die Abdeckung vom Gartenteich. Das erste Unkraut ist zu jäten, und, je nach Witterung, vorbeugend schon einmal Schneckenkorn zu streuen.

Die erste Vorratsdüngung ist auf den Rasen aufzubringen. Zum Ende des Monats kann dann der erste Schnitt erfolgen, sofern keine Zwiebelblumen auf dem Rasen angepflanzt sind. Andernfalls müssen wir warten, bis das Krokuslaub vergilbt ist.

Die noch im Haus befindlichen Dahlien- und Gladiolenknollen sind zu inspizieren. Kranke Stellen schneiden wir aus und desinfizieren diese mit Holzkohlenpuder oder aber einer Lösung aus Kaliumpermanganat. Die überwinterten Geranien schneiden wir zurück und setzen sie in frische Erde. (Seitenanfang)

April

Die Gehölze, die wir im vergangenen Herbst gepflanzt haben, erhalten jetzt eine Portion Dünger, damit sie sich auch weiterhin gut entwickeln können. Im Anschluß werden die Baumscheiben mit Torfmull bzw. der ersten Rasenmahd gemulcht. Es kann auch beides miteinander vermischt werden. Bei den Obstgehölzen ist jetzt die Vorblütespritzung durchzuführen. Die Blüten sind bei Nachtfrostgefahr zu schützen. Wenn wir Spaliere haben, ist dies am einfachsten mit einem aus Folie zurechtgeschnittenen Vorhang zu bewerkstelligen.

Jetzt ist auch Pflanzzeit für Beerensträucher. Aber erst wenn sie sichtbar im Trieb sind, werden sie gedüngt.

Auf meinen Gemüsebeeten pflanze ich jetzt alle gewünschten Kohlarten. Zum Ende des Monats werden auch Erbsen und Bohnen ausgelegt. Das Unkraut wird regelmäßig gejätet. Diverse Gemüsearten sind jetzt nach Anweisung auf der Tüte auszusäen, ebenso die Einjahresblumen. Die Zweijährigen werden auf dafür vorgesehene Beete verpflanzt. Jetzt werden auch die Wicken an Spalieren ausgesät, desgleichen Winden und Feuerbohnen, die hier und da nicht nur als Nutz-, sondern auch als Zierpflanzen behandelt werden. Anfang des Monats sind die Ziergräser auszuputzen, wobei der Neutrieb natürlich zu schonen ist.

Für herbstblühende Gehölze jedweder Art ist jetzt die optimale Pflanzzeit.

Dahlien und Gladiolen können in klimatisch milden Gegenden jetzt schon in die Erde gesetzt werden. Neutriebe sind bei Nachtfrostgefahr abzudecken. In rauheren Lagen sollten diese Pflanzen aber erst nach dem 15.05. (Eisheilige) eingesetzt werden.

Forsythien, wie auch alle anderen frühlingsblühenden Sträucher sind nach der Blüte gut auszulichten. Schmetterlingssträucher (Buddleien) lassen ihren ersten Austrieb erkennen. Bis zum sprießenden Grün sind alle dürren Gehölzteile wegzuschneiden.

Wenn nötig, so sind im Haus die Zimmerpflanzen umzutopfen. Bei sehr vielen Zimmerpflanzen beginnt jetzt wieder die Düngezeit. Balkonkästen, Fensterkästen und mit Geranien besetzte Pflanzschalen zum Abhärten unter die Balkonbrüstung stellen. (Seitenanfang)

Mai

Bei meinen Obstgehölzen muß ich jetzt auf die Schädlingsbekämpfung achten. Jetzt ist auch die Nachblütespritzung gegen die rote Spinne, den Schorf usw. vorzunehmen. An frisch gepflanzten Bäumchen wie auch Hochstämmchen von Stachelbeeren, Johannisbeeren und Rosen inspiziere ich die Baumpfähle und binde das Baumband enger.

Auf den Gemüsebeeten sind bereits die Folgesaaten vorzunehmen, als da sind: Radieschen, Kerbel, Dill und Gartenkresse. Alles regelmäßig gießen und auch mit der Kpofdüngung beginnen. Jetzt ist auch Pflanzzeit für den Sellerie. So gegen Mitte des Monats kann ich auch Melonen, Gurken, Kürbisse und Zucchinis einpflanzen. Zu Beginn ist hier ein Folientunnel nicht verkehrt! Tomaten sind an Haltestäbe oder Gitter zu pflanzen. Den jungen Pflanzen wird eine Tomatenhaube aus Schlitzfolie übergestülpt. Sie sollte so lang bemessen sein, wie der Haltestab hoch ist. Da diese Art Haube so etwas wie ein Frostschutz ist, können die Tomaten bereits zu Beginn des Monats gepflanzt werden. Auf der Nordseite der Gemüsebeete sind Maiskörner ca. 10 cm tief in die Erde zu bringen. Diese hochwachsenden Pflanzen stellen einen guten Schutz für empfindliche Gemüsesorten dar.

Wenn möglich, so ist für den Rasen eine Beregnungsanlage zu installieren, damit sie bei Bedarf in Gebrauch genommen werden kann. Zwei bis drei Tage nach dem Rasenschnitt sind die im Boden vorhandenen Unkräuter zu bekämpfen.

Hochwachsende Blütenstauden sollte ich rechtzeitig mit einem Staudenhalter versehen oder sie zumindest an einem Pfahl anbinden. Die Samenstände an den verblühten Tulpen sind abzubrechen, damit alle Energie in die Zwiebeln geht. Jetzt kann ich auch die frostempfindlichen Sommerblumen meines Gärtners, als da sind: Studentenblumen, Spinnenblumen, Pantoffelblumen, Hahnenkamm, Buntnessel, Balsaminen und Begonien, Leberbalsam, Schmuckkörbchen, Zinnien, Schleifenblumen, Einjahres-Goldlack, Vergißmeinnicht, Reseda, Stockrosen und Fuchsschwanz in die Beete setzen. Kapuzienerkresse wie auch rankender Zierkürbis ist jetzt auszusäen.

Balkon- und Fensterkästen ins Freie stellen und neu bepflanzen. Ebenso Schalen und Kübel für den Garten. In sonniger Lage: Geranien, Petunien, Pantoffelblumen und Mageriten. Im Halbschatten: Knollenbegonien, Fuchsien wie auch niedrig und buschig wachsende Balsamien oder Buntnessel. In der zweiten Monatshälfte nach den Eisheiligen sind auch die Zimmerpflanzen in den Garten zu stellen. (Seitenanfang)

Juni

Vor allen bei den Rosen sollte ich jetzt auf die allgemeine Blattfallkrankheit und Mehltau achten. Wenn ich mir die Blüten der Rosen schneide, so sollte ich dabei die Stiele möglichst kurz halten, um dem Rosenstock möglichst viel an Laub zu belassen. Sofern das Dach den Regen abhält, sind die Kletterrosen an der Hauswand zusätzlich zu gießen.

Für Azaleen und Rhododendron ist es jetzt an der Zeit, eine Spezialdüngung zu erhalten, da sie mitten in der Blüte stehen. Meine Hecken erhalten in diesem Monat einen Formschnitt.

Auf den Blumenbeeten ist das Unkraut zu jäten. Die welken Blüten an den Sommerblumen sind ab zu zwicken, damit sich reichlich neue Knospen entwickeln können. Grüne Pflanzenteile aus dem Staudenbeet und Rasenmahd sind dünn als Mulch unter den Gehölzen zu verteilen.

Die Blumen in den Balkonkästen sind regelmäßig zu gießen und zwei mal im Monat zu düngen. Auch hier sind welke Blüten zu entfernen. Dadurch verhindern wir den Samenansatz und fördern gleichzeitig eine erneute Knospenbildung.

Mein Obstgarten hat jetzt eine Volldüngergabe verdient. Jetzt ist auch Reifezeit für Beeren und Kirschen. Vorsorglich Vogelnetze über Büsche und Bäume hängen, sonst ernten andere! Die Gemüsebeete sind regelmäßig zu wässern und zu düngen, Unkraut ist zu entfernen. Die Oberfläche hacken und auftauhen. Das Frühgemüse ist zu ernten und späte Gemüse wie Blumenkohl, Wirsing, Weißkraut, Rosenkohl, Grünkohl und Winterlauch auf diese Beete zu setzen. Die Bohnen sind drei mal in der Woche durch zu pflücken. Sind sie abgeerntet, so werden auf die selbe Fläche Winterendivien gepflanzt oder gesät. Gurken und Kürbisse entspitzen. Die Geiztriebe an den Tomaten entfernen. Die Pflanzen unter den Tomatenhauben öfters mal schütteln, um die Blüten zu befruchten. Die Kohlbeete sind nach Kohlweißlingsraupen abzusuchen. Den Schnecken den Kampf ansagen.

Im Ziergarten ist jetzt reichlich Flieder für die Vase zu schneiden. Zu Gunsten der Blüte im kommenden Jahr ist der Samenansatz zu unterbinden. Die verblühten Dolden sind zu entfernen. (Seitenanfang)

Juli

So nach und nach können wir damit beginnen, die frühen und bereits reifen Sorten des Stein- und Kernobst zu ernten. Die späteren Sorten von Äpfeln und Birnen sollten jetzt gegen Monilia-Fruchtfäule gespritzt werden. Die Beerensträucher sind mit einer stickstoffarmen Düngung zu versehen. Die an langen Ranken gewachsenen jungen Erdbeerschößlinge werden abgenommen und auf bereits vorbereitete Beete gepflanzt. Das kann sich auch ruhig bis in den August hinziehen.

Jetzt im Juli kann auch noch Winterkohl gepflanzt werden. Die Tomaten sind auch weiterhin zu entgeizen. Feldsalat (Rapunzelsalat) ist auf eine freie Beetfläche im Nutzgarten auszusäen. Knoblauch und Schalotten können jetzt geerntet werden. Das im vergangenen Monat gepflanzte Wintergemüse erhält eine Kopfdüngung.

Der Rasen im Ziergarten sollte nur bei Regenwetter gedüngt werden. Jetzt nicht mehr ganz so kurz schneiden. Um Hitzeschäden zu vermeiden soll es reichen, wenn die Gräser 4 cm hoch sind.

Damit sich die Blütenknospen für das kommende Jahr an den Azaleen und Rhododendronbüschen zahlreicher bilden können, sind die Samenstände mit der Hand auszubrechen. Ebenso ist diesen Gehölzen eine Spezialdüngung zu verabreichen.

Jetzt ist Pflanzzeit für Alpenveilchen und Kaiserkronen, Herbstkrokusse und Herbstzeitlose. Da ich meine Zweijahresblumen selber heranziehe, beginne ich jetzt auch mit der Aussaat von Fingerhüten, Marienglockenblumen, Stockmalven, Königskerzen und Tausendschönchen. Stiefmütterchen sind zwar auch Zweijährige, doch empfehle ich, sie besser als blühende Pflanzen zu kaufen.

Es beginnt die Sammelzeit für den Trockenstrauß. Im Garten und auch in der freien Natur pflücke ich jetzt Gräser, Garben und auch Strohblumen wie auch bereits braune Samenstände unterschiedlicher Gewächse wie z. B. der Akeleien. (Seitenanfang)

August

Die Ernte früher Sorten im Obstgarten wird fortgeführt. Weil nur am einjährigen Holz neue Früchte entstehen, ist das alte Holz an Sauerkirschen auszulichten und zu kürzen. Abgetragene Himbeerruten knapp über dem Boden wegschneiden. An den Zweigen der Obstbäume haben sich Wassertriebe gebildet, diese sind nun zu entfernen.

In meinem Gemüsegarten säe ich jetzt Wintersalate auf altgedüngte, freie Flächen aus. Würzkräuter wie Dill, Kerbel, Petersailie, Schnittlauch und Zitronenmelisse sind jetzt portionsweise einzufrieren. Die Zwiebelernte hat begonnen. Reife Zwiebeln sind zu bündeln und zum Trocknen aufzuhängen. Rhabarber neu pflanzen oder teilen und versetzen. Das Unkraut ist nach wie vor zu jäten, reichlich gießen und wenigstens einmal im Monat düngen. Das gilt selbstverständlich auch für den Ziergarten. Ganz besonders die herbstblühenden Stauden und Gehölze haben jetzt noch einen Düngeguß nötig. Meine Rosen werden in der ersten Hälfte des August ein letztes Mal gedüngt, damit die weichen Triebe im Herbst noch ausreifen können. Die im vergangenen Monat ausgesäten Zweijahrespflanzen sind inzwischen soweit herangewachsen, das sie an ihren festen Standort verpflanzt werden können. Pfingstrosen und Madonnenlilien sollten grundsätzlich immer im August gepflanzt werden, erstere können jetzt auch gut geteilt werden.

Sie fahren in Urlaub? Dann empfehle ich zuvor die Blüten der Stauden zu schneiden. An vielen Pflanzen entwickeln sich bis zu Ihrer Rückkehr neue Knospen, an deren Blüte Sie sich dann erfreuen können. Dies gilt auch für Rosen.

Im August ist auch die Zeit, Geranien selber zu vermehren. denn jetzt wachsen die Stecklinge besonders gut an. Sie sind in Einheitserde feucht und leicht schattig zu halten. (Seitenanfang)

September

Die mittelfrühen Sorten reifen derzeit an den Obstbäumen heran. Fruchtmumien sind von den Zweigen abzuzupfen bzw. vom Boden aufzuheben. Um dem Schädlingsbefall im kommenden Jahr vorzubeugen, empfehle ich Ihnen, auch das Fallobst regelmäßig aufzuheben.

In manchen Gegenden mit rauhem Klima ist jetzt bereits mit Nachtfrösten zu rechnen. An klaren Abenden mit Sternenhimmel sollten daher Tomaten, Gurken und auch Kürbisse abgedeckt werden. Für frostgefährdete Einjahresblumen im Ziergarten sowie für Balkonkästen und Schalen gilt das selbe. In der Regel folgt dann ja noch eine Zeit mit schönem Wetter, wo wir uns dann an den geretteten Nutz- und Zierpflanzen erfreuen können.

Der Sellerie erhält bis Mitte des Monats noch eine Kopfdüngung, anderer Winterkohl braucht nicht mehr gedüngt zu werden. Ein Tip für Radieschenfreunde: Im Frühbeet reifen jetzt gesäte Radieschen noch gut aus! Jetzt ist es auch an der Zeit, Winterspinat auf Beeten auszusäen, der dann im kommenden Frühjahr bereits geerntet werden kann.

Um das eventuelle Verholzen der Triebe zu kontrollieren, werden im Ziergarten jetzt die Rosenstöcke inspiziert. Diese Gehölze sind jetzt mit einer letzten Gabe von Spezial-Rosendünger oder aber Patentkali zu versorgen, damit sie gut durch den Winter kommen.

Frühjahrsblühende Sträucher sind jetzt zu pflanzen, es ist die beste Zeit! Dies gilt auch für alle Blumenzwiebeln, an deren Blüten wir uns im Frühling erfreuen wollen. Je zeitiger ich sie einsetze, je größer ist die Wurzelbildung, bevor der Winter kommt, den sie ja alle unbeschadet überstehen sollen.

Wenn das meiste vom Laub schon vergilbt ist, dann können abgeblühte Stauden jetzt geteilt werden.

Neue Rasenflächen sollten nun bald angelegt werden. Der vorhandene Rasen kann auch wieder kürzer geschnitten und danach an einem feuchten Tag gedüngt werden.

Anfang des Monats Zimmerblumen auf Schädlinge überprüfen und ggf. behandeln und allmählich wieder ins Haus nehmen. Wer selber Hyazinthen treiben möchte, sollte jetzt damit beginnen. (Seitenanfang)

Oktober

Sobald sie gut ausgereift sind, werden die Spätobstsorten eingekellert. Halbreifes Obst neigt dazu, schrumpelig zu werden. Ab Mitte des Monats sind neue Obstgehölze zu pflanzen, an Pfähle zu binden und vor Wildverbiß zu schützen. Alle Obstgehölze erhalten jetzt nach Abkratzen der Stämme Leimringe gegen Ungeziefer. Ältere Obstbäume sind auszulichten, sofern ich dies nicht gerade im Winter machen möchte. Dürre, verletzte und nach innen wachsende Äste sind zu entfernen. Mein Großvater hat immer gesagt: was sich reibt und was sich kreuzt und was in die Höhe treibt, das muß weg!

Meine freien Gemüsebeete grabe ich um und reichere dabei die Erde mit Stallmist an. Andernfalls reicht es auch, den Boden anzurauhen und mit Langzeitdünger eine Vorratsdüngung vorzunehmen. Den Winterkohl kann ich jetzt ausheben und einlagern. Petersilie, Schnittlauch und Feldsalat sind durch Folienhauben zu schützen. Es sei denn, ich habe noch eine »zweite Garnitur« im Frühbeet. Kranke Teile von Gemüsepflanzen werden verbrannt.

Im Ziergarten sind die Rasenflächen vom Herbstlaub zu befreien. Dahlien, Gladiolen und Blumenrohr sind aus dem Boden zu nehmen, und nach Abtrocknung in einem frostfreien Raum den Winter über zu lagern. Mit Ausnahme der Madonnenlilie ist bis Monatsende die optimale Pflanzzeit für alle anderen Lilienarten. Alle dürren Pflanzenteile auf den Staudenbeeten sind abzuschneiden. Aufgepaßt: Ziergräser niemals im Herbst, sondern immer nur im Frühjahr zurückschneiden. Das Laub von Pampasgras und Palmlilien oberhalb der Pflanzenmitte zu einem Schopf zusammen binden; das ergibt einen natürlichen Regenschutz.

Die immergrünen Gehölze sind mehrfach reichlich zu wässern, damit sie sich vollsaugen können um im Winter nicht zu verdursten. Der Boden unter Immergrünen ist möglichst dick mit Torf oder laub abzudecken, um ihn möglichst lange »weich« zu halten.

Meine Rosen werden etwa 10 cm hoch mit Torf angehäufelt. Die Triebe der Kletterrosen binde ich nochmals fest. Die Hochstammrosen kann ich entweder winterfest einbinden oder aber vorsichtig auf den Boden biegen und in eine vorgegrabene Mulde legen. Die an der Krone sitzende Veredelungsstelle ist dabei gut mit Torf bzw. Erde anzuschütten, um sie so vor dem Erfrieren zu bewahren.

Den Gartenteich mache ich jetzt winterfest und lasse die Goldfische aus flacheren Teichen im Haus überwintern. Die Balkonkästen, die mit Pflanzen überwintern sollen, sind in einem hellen aber frostfreien Raum unter zu bringen. Die Häuschen für's Vogelfutter werden inspiziert! (Seitenanfang)

November

Meine Obstgehölze erhalten jetzt im Bereich der Kronentraufe eine Vorratsdüngung mit Phosphor und Kali, das tut ihnen besonders gut. Mit Stickstoff bin ich lieber etwas sparsam. Die Baumscheiben werden mit Kompost bzw. Torf abgedeckt. Abgeschnittene Pflanzenteile aus dem Ziergarten sind dafür auch gut geeignet. Ältere Obstbäume werden ausgelichtet, bei anderen wird zum Aufbau der Krone ein Verjüngungsschnitt durchgeführt. Es ist jetzt auch noch an der Zeit, Obstgehölze und andere Ziersträucher neu anzupflanzen.

Die letzten Kohlköpfe sind aus den Gemüsebeeten zu ernten. Der Grünkohl muß aber erst Frost bekommen, sonst schmeckt er nicht. Wenn der Boden nicht gerade gefroren ist, kann Lauch auch noch den Winter über geerntet werden.

Die Staudenbeete in meinem Ziergarten werden auch mit Torfmull abgedeckt. Azaleen und Rhododendron sollten ein schneeschützendes Dach auf vier Pfosten erhalten. Der Rasen erhält seinen letzten Schnitt in diesem Jahr und wird danach noch einmal mit einem Gemisch aus Torfmull und stickstoffreichen Langzeitdünger versehen. Aber bitte nur an einem regnerischen Tag düngen, damit der Dünger zwischen die Gräser gespült wird und nicht auf der Grasfläche liegen bleibt.

Die Wasserhähne sind sämtlichst abzuzdrehen, die Beregnungsanlagen und Schläuche im Haus zu lagern. Bohnenstangen, Erbsengitter usw. sollten mitlerweile ihren Platz im Geräteschuppen gefunden haben. Die Regentonnen sind umzustülpen, damit sie nicht kaputt frieren. (Seitenanfang)

Dezember

Rein vorsorglich besorge ich mir schon einmal die notwendigen Präparate zur Winterspritzung meines Obstgartens. Die von mir eingelagerten Früchte und Gemüse werden auf Schäden und Genießbarkeit inspiziert.

Der Grünkohl ist vor Wildfraß zu schützen. Dies gilt besonders für Gärten auf dem Lande oder am Stadtrand. Bevor es anfängt zu schneien, stelle ich einen Folientunnel über die niedrigwachsenden Grünkohlsorten. Den Schnee muß ich vom Tunnel natürlich regelmäßig abfegen. So ist es im Winter mit der Ernte etwas einfacher. Die Stämme wertvoller Gehölze sind mit einer Drahthose gegen Wildverbiß zu schützen.

Nach alter Tradition sind am Barbaratag, das ist meistens der 4. Dezember, Zweige zu schneiden und zum Aufblühen in die Vase zu stellen. Dieser Termin kann sich auch mal verschieben, also einen Blick in den Kalender werfen! Vor dem Einstellen in die Vase sind die holzigen Stiele schräg anzuschneiden bzw. zu spalten. Die knospenden Zweige benötigen jetzt viel Feuchtigkeit und müssen von daher täglich übersprüht werden. Die Nacht über ist der Strauß in Haushaltsfolie zu hüllen und an einen kühlen Ort zu stellen. Je wärmer der Standort, je eher welken die Blüten.

Wenn Sie wie ich mit einem kleinen Weihnachtsbaum zufrieden sind, dann erwerben Sie doch auch eine Kübelpflanze, die Sie dann im Frühjahr wieder in den Garten pflanzen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Fichte oder Tanne im Kübel auf der Terrasse zu belassen und über mehrere Jahre als Weihnachtsbaum zu verwenden. (Seitenanfang)







Blumenkohl, Brokoli, Weißkohl und Wirsingkohl
Kartoffel
grüne Spargelspitzen
Mais
Blumenkohl
Chiccorre
Erbsenschoten
Radieschen
Frühlingszwiebeln
Brokoli, Tomate, Staudensellerie
grüne Bohnen
grüne Paprika
Ingwerwurzel
Karotten
Knoblauchknolle
Tomaten
Knoblauchzöpfe
Feldsalat
Kopfsalat
Kürbis
Mais
bunter Paprikamix
Petersilie
Radieschen
Römersalat
Rosenkohl
rote Chilischoten
rote Peperoni
Rotkohl
halbierter Rotkohl
Staudensellerie
Steckrübe
Tomaten
Weißkohl
Dill